Sportstadt — aber nicht für alle

Helmut Buchacher: „Dieses Verhalten ist einer Sportstadt Innsbruck nicht würdig!”

 

Helmut BuchacherZufolge Pressemitteilungen beabsichtigt die Firma Schenker ihre Tiroler Firmenzentrale nach Vomperbach zu verlegen. Damit soll nach vielen Jahrzehnten auch der Standort Innsbruck/St.Bartlmä aufgelassen werden. Diese Entscheidung ist aus der Sicht der Stadt Innsbruck als bedauerlich anzusehen, vor allem weil dadurch Arbeitsplätze und Steuern verloren gehen werden.

„Gleichzeitig muss aber hinterfragt werden, warum die Sportverantwortlichen der Stadt Innsbruck tatenlos zusehen, wie am benachbarten Grundstück die Tennissektion des Eisenbahner Sportvereins (ESV) ihre Anlage samt Vereinsheim und allen dazugehörenden Plätzen aufgeben musste — und wieso damit nach rund 70 Jahren Vereinsgeschichte ihre Existenz einfach so vernichtet wurde”, ärgert sich SPÖ-Gemeinderat Helmut Buchacher.

Fast 200 Vereinsmitglieder und Sportler*Innen haben damit auch ihre Heimstätte verloren. Begründet wurde dies damit, dass die Firma Schenker eine bessere Verkehrsanbindung samt Brücke brauche und daher das Vereinsgelände laut ÖBB zu räumen ist. „Die ESV-Funktionäre führten einen vergeblichen Kampf um ihr Vereinsgelände, die verantwortlichen Stadtpolitiker gewährten auf meine Vermittlung zwar Gesprächstermine und versicherten ihre Unterstützung, konkret geschehen ist aber rein gar nichts”, berichtet Buchacher.

Gleichzeitig wurde aber einem politisch genehmen Tennisverein eine Ersatzanlage in der Wiesengasse hingestellt, die in keinem Verhältnis zu jener im Campagnereiter-Areal steht und zweifellos als Luxusanlage bezeichnet werden kann.

„Diese ungerechte Behandlung von Sportvereinen ist einer “Sportstadt Innsbruck“ unwürdig und benachteiligt Vereine bzw. Sportler*Innen”, meint SPÖ-Gemeinderat Helmut Buchacher abschließend.