SPÖ Innsbruck startet in die heisze Phase

Spitzenkandidatin Irene Heisz läutet offiziell den Wahlkampf ein

Wahlkampfauftakt

Zahlreich versammelt waren die Unterstützerinnen und Unterstützer der SPÖ am Freitagabend im Restaurant deck47 am Baggersee. Der Grund: Der Wahlkampfauftakt zu den kommenden Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen im April.

Irene Heisz, Spitzenkandidatin für die Bürgermeisterwahl, begrüßte ihre Unterstützerinnen und Unterstützer sichtlich begeistert. Doch auch in der aufgelockerten Atmosphäre am Baggersee fand sie klare Worte über die kommenden vier Wochen: „Wir überlassen unser Innsbruck nicht denen, die arrogant und eiskalt wie die Frau Hitt über die Menschen drüberfahren. Wir überlassen unsere Stadt auch nicht den herrschsüchtigen Miesmachern, die auf der einen Seite mit aller Gewalt Probleme herbeireden, die wir gar nicht haben — und auf der anderen Seite für die Probleme, die wir wirklich haben, keinerlei brauchbare Ideen in die Welt setzen, keinerlei Lösungen anbieten.“
Und weiter: „Ich frage mich, wie fair eigentlich in den letzten Jahren mit der Innsbrucker Bevölkerung umgegangen wurde. Und die Antwort ist ganz klar: Bei weitem nicht fair genug! Ein Fairnessabkommen? Ja, natürlich — aber wir bieten dieses Fairnessabkommen respektvoll und demütig den Innsbruckerinnen und Innsbruckern an!“

Die Spitzenkandidatin betont: „Ich verstehe die Sorgen der Innsbruckerinnen und Innsbrucker. Und ich teile ihre Hoffnungen und Träume. Ich bin natürlich nicht die gute Fee, die mit dem Zauberstab wedelt und mit einem Schlag wird alles für alle gut. Aber ich bin mehr denn je davon überzeugt, dass Innsbruck einen neuen Anfang braucht. Ja, wir haben ein paar ernste Probleme in Innsbruck. Und ich stelle gleichzeitig amüsiert und verärgert fest, dass jetzt, vor der Wahl, alle unserer Mitbewerber auch auf die Themen aufspringen, die wir von der SPÖ seit Jahr und Tag benennen und beackern, mit denen wir aber oft und oft gegen die bürgerliche Mehrheit in der Stadt einfach untergegangen sind. Das Wohnen. Der Verkehr. Die grundsätzliche Frage, wie sich Innsbruck in den kommenden Jahren entwickeln soll und kann.“

Weiters machte Heisz den Kurs der SPÖ Innsbruck folgendermaßen deutlich: „Sorgen wir gemeinsam dafür, dass wir Innsbruck mit klugen Ideen, mit Augenmaß, kontrolliert und gut durchdacht entwickeln. Wir müssen wegkommen von bösartiger, aggressiver Scharfmacherei. Wir müssen auch wegkommen von moralischer Überheblichkeit und frommen Wünschen, dass sich irgendwie schon alle von selber liebhaben werden. Und wir müssen wegkommen davon, dass einzelne Bevölkerungsgruppen gegeneinander ausgespielt werden. Die Jungen gegen die Alten. Die, die sich als Einheimische fühlen, gegen ‚die Ausländer’. Die Armen, die hier geboren wurden, gegen die Armen oder vielleicht noch Ärmeren, die von irgendwoher den Weg zu uns finden.“

Für die Wahl gibt sich Heisz kampfeslustig: „Ich habe, wir haben die nötige Kraft und den Mut dazu. Wir haben fähige Persönlichkeiten und die besten Ideen, um unsere Stadt zu einer besseren Stadt zu machen — und zwar für alle Menschen, die hier leben.“ Und abschließend: „Ich spüre hin und hin einen großen Unmut in der Stadt, eine große Genervtheit und ein Gefühl der Ohnmacht gegenüber ‚denen da oben’, die im Rathaus sitzen. Ich spüre auch überdeutlich den Wunsch nach einer Veränderung, danach, als Bürgerin und Bürger dieser Stadt endlich ernstgenommen und gehört zu werden. Ich als Person und wir von der SPÖ Innsbruck stehen für diese Veränderung, für einen fairen Umgang mit den Menschen dieser Stadt, für einen Neuanfang. Ihr wisst alle, dass wir bei der letzten Gemeinderatswahl vor sechs Jahren mit einem gehörigen Respektabstand auf die drei NOCH größten Parteien Grüne, FI und ÖVP abgeschnitten haben. Unser Ziel ist es, künftig so stark zu sein, dass wir die Zukunft unserer Stadt zumindest auf Augenhöhe mitgestalten können. Um uns darf, wie auch immer sich der künftige Gemeinderat und der künftige Stadtsenat zusammensetzt, niemand herumkommen.“

Stadtparteivorsitzender Helmut Buchacher lobte das Team um seine Spitzenkandidatin:
„Die Begeisterung unter unseren Unterstützern ist deutlich spürbar. Das muss es sein, was uns über die nächsten Wochen weiterhin anspornt.“

Als nächstes begrüßte Elisabeth Blanik die Gäste der Auftaktveranstaltung. „Innsbruck war schon immer eine Stadt der Aufklärung, eine urbane Metropole zwischen Tradition und Moderne; und mehr als alles andere achtete die Bevölkerung dieser Stadt Toleranz und Bürgerechte. Deswegen können wir auch dieser Wahl mutig entgegensehen.“