Yildirim/Mayr: „Böswillige Zerstörung zivilgesellschaftlichen Engagements!“

Bund streicht Autonomem Frauen Lesben Zentrum in Innsbruck Subvention, SP fordert Land zu mehr Unterstützung auf.

„Das ist eine böswillige Zerstörung zivilgesellschaftlichen Engagements“, kommentiert Nationalratsabgeordnete Selma Yildirim, Frauenvorsitzende in der neuen SPÖ Tirol, die Streichung der jährlichen Subvention für das Innsbrucker Frauen-Lesben-Zentrum durch „die sogenannte Frauenministerin Bogner-Strauß. Diese Bundesregierung setzt einen gesellschaftspolitischen Rückschritt nach dem anderen.“

Bislang wurde das „Autonome Frauen Lesben Zentrum“ (AFLZ) durch den Bund mit 5.000,- Euro jährlich unterstützt. „Für den kleinen Verein ist die Kürzung existenzbedrohend, für den Bund bei Staatsausgaben von rund 180 Milliarden eine lächerliche Einsparung“, rechnet Yildirim gegen: „Es geht offenbar um etwas anderes: Die betroffenen Initiativen sind explizit feministisch. Feminismus und gesellschaftlicher Fortschritt sind dieser Regierung ein Dorn im Auge.“

Gerade die Gruppe von lesbischen, schwulen, bisexuellen, intergeschlechtlichen und Trans*-ÖsterreicherInnen stehe jedoch weiterhin vor großen Herausforderungen auf dem Weg zu echter Gleichberechtigung. Die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) hat im Jahr 2012 erhoben, dass LGBT-Personen in Österreich einem hohen Ausmaß an Diskriminierung ausgesetzt sind. „Das Zentrum kämpft seit 30 Jahren für die Rechte von und gegen jede Form von Gewalt gegen Frauen und Lesben“, bemerkt Yildirim.

SP-Stadträtin Elisabeth Mayr, ressortzuständig für die Frauenförderung in der Landeshauptstadt, richtet sich an das Land: „Die Stadt Innsbruck kann den Förderungskahlschlag der Bundesregierung bei den Frauen- und Jugendeinrichtungen nicht mehr überall ausgleichen. Das AFLZ wird von der Stadt mit 5.500,- Euro jährlich unterstützt. Erhöht die Landesregierung ihre Subvention ebenfalls auf diesen Betrag, haben wir eine erste Sofortmaßnahme geleistet.“

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