Das Frauen-Volksbegehren startet!

Frauenreferentinnen von Stadt Innsbruck und Land Tirol  „unterschreiben das“

Frauenrechte gehen alle an!  Heute beginnt die Eintragungswoche für das Frauen-Volksbegehren.

Ziel ist die Gleichberechtigung unter dem Motto „Teilen“. Macht, Arbeit und Geld teilen – zwischen Männern und Frauen, denn bisher herrscht hier ein großes Ungleichgewicht vor. Armut bekämpfen, Wahlfreiheit ermöglichen und Vielfalt leben – Frauen sind sehr häufig von diesen Einschränkungen betroffen. Selbstbestimmt leben können in Sicherheit und Schutz vor Gewalt sind ebenso Forderungen des Frauenvolksbegehrens, das an seinen Vorgänger von vor 20 Jahren erinnert und auch daran, dass seither nur mehr wenig im Bereich Frauenrechte passiert ist.

„Dass 6,2 Prozent der Innsbrucker Wahlberechtigten das Volksbegehren unterstützt haben, ist sensationell und ein Österreichweiter Spitzenwert. Ich würde mich freuen, wenn Innsbruck auch in der Eintragungswoche mit einem starken Ergebnis und einer großen Unterstützung diese wichtigen Anliegen im Sinne der Gleichberechtigung von Frauen und Männern unterstützt. Ich unterschreibe das“, ist Frauenstadträtin Mag.a Elisabeth Mayr zuversichtlich, dass Innsbruck seinen Teil am Erreichen des gesteckten Ziels an Unterschriften der OrganisatorInnen beitragen wird.

Unsere Gesellschaft ist von einer faktischen Gleichstellung von Frauen und Männern weit entfernt. Trotz vieler Errungenschaften, die im Laufe der Jahre zur Verbesserung der Situation von Frauen erreicht wurden, bestehen immer noch soziale Ungleichheiten: Frauen verdienen weniger als Männer, sie arbeiten häufiger in Teilzeit, sind in Führungspositionen unterrepräsentiert und leisten den Hauptteil der unbezahlten Arbeit in Haushalt, Kinderbetreuung und der Pflege von Angehörigen. Weil diese Defizite noch immer Bestand haben, sind die Forderungen des Frauenvolksbegehrens richtig und wichtig. Die darin geforderte faktische Gleichstellung in allen Lebensbereichen ist ein wichtiger demokratischer Grundsatz, denn eine wirklich funktionierende Demokratie wird daran gemessen, wie jede einzelne Person wirksam vor Benachteiligungen geschützt wird.

„Als Frauenlandesrätin hat das Thema Gleichstellung höchste Priorität und ich arbeite daran, dass Chancengleichheit erreicht, Teilhabe ermöglicht und die Selbstbestimmung als Selbstverständlichkeit begriffen wird. Wenn viele Menschen das Frauenvolksbegehren unterstützen, können wir gemeinsam die notwendigen strukturellen und gesellschaftlichen Veränderungen hin zu einer Verbesserung der Lebensrealität von Frauen und Männern erreichen“, hofft Frauen-Landesrätin Gabriele Fischer auf breite Unterstützung für das Frauen-Volksbegehren.

„Nicht nur Frauen sind aufgerufen zu unterschreiben, denn schon Karl Kraus wusste: Frauenrechte sind Männerpflichten!“ schließen die beiden Frauensprecherinnen unisono und rufen besonders auch die Männer auf unterschreiben zu gehen.

Eine bereits im Frühjahr 2018 abgegebene Unterstützungserklärung ist bereits eine gültige Eintragung.