Prävention und sichere Konsumräume sind kein Widerspruch

SPÖ Innsbruck spricht sich für Drogenkonsumraum aus und fordert zweite Teestube.

„Prävention steht über allem. Dennoch muss es ein geschütztes Umfeld für schwer drogenabhängige Menschen geben, in welchem sie sicher und mit sozialarbeiterischer Betreuung konsumieren können“, hält GR Benjamin Plach, Sozialsprecher der SPÖ Innsbruck, fest.

Aus Sicht der SPÖ Innsbruck muss ein Bündel an Maßnahmen umgesetzt werden: vom einem Ausbau des Präventionsangebotes über die Stärkung der aufsuchenden Sozialarbeit bis hin zu einem Konsumraum im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten.

„Im Sinne der Stadt und der Bevölkerung vor Ort müssen diese Maßnahmen entwickelt werden. Es braucht eine konsequente Umsetzung – Symbolpolitik trägt nicht zur Entschärfung der Situation rund um die Mentlvilla bei“, fordert Plach die Kolleg_innen im Gemeinderat zur Zusammenarbeit auf.

SPÖ-Gemeinderat Helmut Buchacher ergänzt: „Auch die zweite Teestube soll endlich – wie von uns beantragt – im Bereich Wilten realisiert werden. Das entlastet die Kapuzinergasse bzw. die Mentlvilla. Dann kann endlich eine Entflechtung der Hotspots stattfinden.“

„In weiterer Folge werden auch die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner nachhaltig entlastet. Eine Vertreibung führt schließlich nur zu weiterem Ärger in benachbarten Stadtteilen. Die Verbotspolitik löst jedenfalls keine Probleme von schwerkranken Drogen-und Alkoholsüchtigen“, ergänzt Buchacher.

„Vom Land Tirol verlangen wir, dass die Stadt Innsbruck bei der Sozialarbeit für Drogen- und Alkoholkranke und Obdachlose durch alle Tiroler Bezirksstädte mit eigenen Einrichtungen entlastet wird“, meint abschließend SPÖ-Gemeinderat Helmut Buchacher.