Barrierefreiheit als Gewinn für die gesamte Gesellschaft

Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung am 03. Dezember 2018

„Die Tiroler Landeshauptstadt ist im österreichweiten Vergleich eine Vorreiterin in Sachen Barrierefreiheit und im Umgang mit Menschen mit Behinderungen. Dennoch ist noch vieles zu tun und verbesserungswürdig“, sind sich Stadträtin Mag.a Elisabeth Mayr und Mag.a Dr.in Elisabeth Rieder, Vorsitzende des Behindertenbeirates (BBR) der Stadt Innsbruck, anlässlich des 25. Jahrestages des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderungen einig.

Barrierefreiheit, Selbstbestimmung und Partizipation in allen Bereichen

Rund zehn bis 15 Prozent der Bevölkerung haben irgendeine Form von schwerer Behinderung. In Innsbruck sind demnach knapp 17.000 Menschen betroffen. Dies umfasst nicht ausschließlich RollstuhlfahrerInnen, blinde und gehörlose Menschen, sondern auch chronisch Kranke, schwerhörige Personen sowie Menschen mit Lernschwierigkeiten aber auch alte und gebrechliche Personen.

„In allen Lebensbereichen sind die Grundprinzipien Barrierefreiheit, Selbstbestimmung und Partizipation zu beachten. Das gilt für den Alltag, Ausbildung und Arbeitswelt, Freizeitangebote, Kulturvermittlung und Sport genauso wie für Amtsgebäude, den öffentlichen Raum sowie die Mobilität“, ist sich Stadträtin Mayr der Breite des Themenfeldes bewusst und drängt laufend auf die Umsetzung und Einhaltung des Behindertengleichstellungsgesetzes sowie der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung.

„Behindert werden Menschen erst durch unterschiedliche Barrieren, die einer gleichberechtigten und selbstbestimmten Teilhabe entgegenwirken. Diese Teilhabe umfasst physische, kommunikative, soziale, intellektuelle, ökonomische sowie institutionelle Barrierefreiheit und schließt auch die Digitalisierung mit ein“, umreißt BBR-Vorsitzende Rieder, worum es bei den Begriffen Barrierefreiheit und Teilhabe wirklich geht.

Gesetzte Maßnahmen

„Behinderung geht aber leider in Österreich sehr oft mit Armut einher. Der Zugang zu Bildung und Arbeit ist hier ein wichtiger Schlüssel. Deswegen finanziert die Stadt Innsbruck seit Jahren gehörgeschädigten Kindern FM-Höranlagen bei ihrer Einschulung. Sie investiert Millionen Euro in die Adaptierung von Schulen wie Kindergärten und setzt sich dafür ein, dass das neue Teilhabegesetz so repariert wird, dass Inklusionskindergärten nicht finanziell benachteiligt werden“, fasst die Bildungsstadträtin nur einige Punkte der gesetzten Maßnahmen zusammen.

„Eine barrierefreie Umwelt kommt allen Menschen zugute. Denn die Diskriminierung behinderter Menschen betrifft schließlich ebenso jene, die mit diesen zusammenleben, sowie sämtliche Menschen, die durch Verletzungen und Unfälle vielleicht auch nur temporär eingeschränkt sind“, ist für Stadträtin Mayr und Vorsitzende Rieder klar. Beide sind sich einig, dass Barrierefreiheit ein Gewinn für die gesamte Gesellschaft – für alle Generationen von Jung bis Alt – sei und weiter ausgebaut werden müsse.

 

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© Stadt Innsbruck

 

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